Ist es notwendig, im Erbfall bei der Bank einen Erbschein vorzulegen?

Ist es notwendig, im Erbfall bei der Bank einen Erbschein vorzulegen?Banken und Sparkassen haben in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) in Nr. 5 eine Klausel aufgeführt, wonach nach dem Tod des Kunden zur Klärung der Verfügungsbefugnis des oder der Erben im Regelfall ein Erbschein vorgelegt werden muss.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem jüngst veröffentlichten Urteil vom 08.10.2013 (AZ: XI ZR 401/12) entschieden, dass die Klausel Nr. 5 der AGB-Sparkassen im Verkehr mit Verbrauchern nach § 307 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam ist. Die Unwirksamkeit der Klausel begründet der BGH damit, dass die beanstandete Regelung es Banken und Sparkassen selbst bei Vorliegen eines vom Nachlassgericht eröffneten notariell beurkundeten Testaments und bei Fehlen jeglichen Zweifels an der Erbfolge gestatten würde, die Vorlegung eines Erbscheins zu verlangen. Beanstandet wird die Klausel also deshalb, weil nicht danach differenziert wird, wie die Erbfolge eingetreten ist: Aufgrund einer notariell errichteten Verfügung von Todes wegen, aufgrund eines eigenhändig errichteten Testaments oder aufgrund gesetzlicher Erbfolge. Wegen dieser fehlenden Differenzierung nimmt der BGH im Verhältnis zu einem Verbraucher eine unangemessene Benachteiligung i.S.d. § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB an.

Die BGH-Entscheidung bedeutet aber nicht, dass nunmehr grundsätzlich kein Erbschein mehr erforderlich wäre, sondern stellt lediglich fest, dass in bestimmten Fällen auch andere Nachweise für die Erbfolge ausreichen können. Dabei handelt es sich vor allem um solche Nachlässe, in denen der Erblasser seine letztwillige Verfügung nicht in einer öffentlichen Urkunde getroffen hat, die dann vom Nachlassgericht eröffnet wurde. In den meisten Nachlassfällen liegt entweder gar kein Testament oder ein eigenhändig errichtetes Testament vor. Bei solchen Nachlassangelegenheiten ist der Erbschein nach wie vor erforderlich, um die Verfügungsberechtigung des Erben nachzuweisen. Nur in den Fällen, wo der Erblasser in notariellen Urkunden die letztwillige Verfügung niedergelegt hat, genügt die gerichtliche Niederschrift über die Eröffnung dieser Verfügung. Deshalb ist trotz des vorerwähnten BGH-Falls im Normalfall die Vorlage eines Erbscheins gegenüber Banken und Sparkassen erforderlich.

Der Erbschein dient nicht nur gegenüber Banken, sondern – bei Vorhandensein von Immobilien im Nachlass – auch gegenüber dem Grundbuchamt dem Nachweis der Erbfolge, wenn keine notariell errichtete Verfügung von Todes wegen vorhanden ist.

Eines Erbscheines bedarf es dann nicht, wenn in Fällen, in denen Testamentsvollstreckung angeordnet wurde, ein Testamentsvollstrecker tätig ist. In diesen Fällen ersetzt das Testamentsvollstreckerzeugnis den ansonsten erforderlichen Erbschein.

Alfred Lechner, Rechtsanwalt und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Erbrecht im DAV, www.schiefer-schmid.de

Erbrecht: Hilfe vom Rechtsanwalt erhalten bei der Errichtung des Testaments

Erbrecht: Hilfe vom Rechtsanwalt erhalten bei der Errichtung des TestamentsJede Anwaltskanzlei hat ihre eigenen Schwerpunkte. Das deutsche Recht ist sehr komplex und so spezialisieren sich die Anwälte, damit jeder für sich auf seinem Rechtsgebiet ein Spezialist ist. Wer also Hilfe für das Verfassen eines Testaments sucht, sollte darauf achten, dass dieser im Erbrecht versiert ist.

Rechtsanwälte haben zudem eine eigene Kostenordnung, jedoch Beratungstermine und auch die Errichtung des Testaments können als Kostenblock auch frei verhandelt werden.

Testamentserstellung rechtssicher gestalten

Wer ein Testament erstellt sollte auf jeden Fall die Sicherheit haben, dass dieses nach seinem Ableben so umgesetzt wird, wie das zu Lebzeiten gewünscht war. Nachprüfen kann man die Umsetzung schließlich nicht mehr, da man naturgemäß als Erblasser bereits verstorben ist zum Zeitpunkt der Testamentseröffnung.

Für die Testamentserstellung benötigt man in den Fallstricken des Erbrechts professionelle Hilfe. Wer beispielsweise einen Verwandten begünstigen möchte, der einem im Leben viele Hilfen und Unterstützungen hat zukommen lassen, so sollte man Bescheid wissen über das Vermächtnis. Anwälte der Kanzlei www.schiefer-schmid.de sind Spezialisten auf dem Erbrechtsgebiet und kann hierzu kompetente Auskünfte geben.

Auf was ist zu achten bei der Testamentserrichtung?

Wer ein Testament handschriftlich erstellen möchte, sollte dies zu 100 % handschriftlich erledigen. Auch die Unterschrift und Erstellungsort und das aktuelle Datum dürfen nicht fehlen, damit man maximale Rechtssicherheit hat. Zudem ist es wichtig einige rechtliche Regelungen zu beachten, damit der spätere Erbe nicht mit den anderen Verwandten vor Gericht endet.

Wissen muss man auf jeden Fall, dass es Pflichtteilsberechtigte gibt, welche man zwar enterben kann, diese haben jedoch trotzdem das Recht auf eine Barauszahlung ihres Anspruchs. Nur in seltenen oder auch extremen Rechtsfällen kann man eine Enterbung ohne den Pflichtteil durchsetzen.

Viele weitere Möglichkeiten, wie das Vor- und Nacherbe oder das Berliner Testament, sowie Steuersparmöglichkeiten bei Schenkungen eröffnet der Fachmann den Klienten. Die Beratung ist aus diesem Grund schon einmal grundlegend wertvoll und wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann das Testament dann auch gleich vom Fachmann errichten lassen.

Aufgabengebiete von Anwälten für Erbrecht

Aufgabengebiete von Anwälten für ErbrechtAnwälte mit dem Fachgebiet Erbrecht beschäftigen sich mit einem breit gefächerten Aufgabengebiet. Sie befassen sich mit bestehenden Erbverträgen und erläutern den Angehörigen das Testament des Erblassers. Aber auch das Erstellen solcher Dokumente und Verträge gehört zu ihren Aufgaben. Für Erblasser ist es wichtig, dass sie ihr Vermögen in den richtigen Händen wissen und ein Fachanwalt für Erbrecht kann auch die Erstellung eines Testaments unterstützen, das die gesetzliche Erbfolge außer Kraft setzt. Zu den wichtigsten Aufgaben eines Fachanwalts für Erbrecht gehören:

  • Erstellung eines eigenhändigen oder öffentlichen Testaments
  • Erstellung von Erbverträgen
  • Erbeinsetzung
  • Auflagen für den Erben
  • Beratung bei der Frage, ob ein Erbe angenommen oder ausgeschlagen werden soll
  • Pflichtteilsentziehung oder -beschränkung
  • Aussetzung von Vermächtnissen
  • Erbschaftssteuer (Freibeträge, Steuerminderung, Steuerbefreiung)

Pflichtteil, Erbvertrag & die Erbschaftssteuer

Soll das Vermögen nicht nach der gesetzlichen Reihenfolge verteilt werden, sondern nach den Wünschen des Erblassers, so wird in der Regel ein Testament oder ein Erbvertrag eingesetzt. Dem Erblasser hilft der Anwalt bei der Erstellung dieser Papiere, aber er steht auch Angehörigen von Erblassern zur Seite, die durch solche Verträge vom Erbe ausgeschlossen wurden. Dabei befasst sich der Anwalt für Erbrecht auch mit dem Pflichtteil, mit dem der Gesetzgeber den Angehörigen eine Mindestbeteiligung an einem Erbe zusichert.

Tipp: Anwälte in Bayern für Erbrecht beraten ihre Mandanten zu diesem Thema umfassend und helfen so dabei ein Testament zu verfassen, das nicht angefochten werden kann oder sie unterstützen ihn bei der Durchsetzung seines Rechts.

Des Weiteren ist die Erbschaftssteuer in Deutschland ein großes Thema und auch hier kann ein fachkundiger Anwalt genau Auskunft über die persönliche Sachlage geben. Er berät seinen Mandanten zu den Möglichkeiten der Steuervermeidung oder -verhinderung und gibt Informationen zum Versorgungsfreibetrag weiter. Zudem kann ein Fachanwalt für Erbschaftsfragen auch bei der Frage helfen, ob ein Erbe angenommen oder ausgeschlagen werden soll. Schließlich können auch Schulden vererbt werden und wer das Erbe antritt, ist dann zahlungspflichtig.

 

Welche Aufgaben übernehmen Fachanwälte für Erbrecht?

Welche Aufgaben übernehmen Fachanwälte für Erbrecht?Wer schon einmal in Erbstreitigkeiten verwickelt war, der weiß, dass das Erbrecht ein sehr komplexes Themengebiet darstellt. Als Laie fällt es mitunter schwer, den Durchblick zu behalten. Um sich im Streitfall jedoch richtig zu verhalten, sollte kompetente Unterstützung ins Boot geholt werden. Jeder, der mit dem Erbrecht in Berührung kommt, egal, ob als Erblasser, als Erbe oder als Teil einer Erbengemeinschaft, kann sich in einer derartigen Situation von einem Fachanwalt für Erbrecht beraten lassen. Der fachlich versierte Anwalt kennt sich nicht nur mit der aktuellen Gesetzeslage aus. Kommt es zu einer Streitigkeit vor einem Gericht, dann kann er auch die Interessen seines Mandanten dort vertreten. Auch kommt in einem Erbfall immer das Ausfüllen verschiedener Dokumente, sowohl auf den Erblasser als auch auf den Erben zu. Hierzu zählt zum Beispiel das Testament, welches vom Erblasser aufgesetzt werden muss. In diesem legt der Erblasser fest, wie sein Vermögen und die Sachwerte an seine Hinterbliebenen aufgeteilt werden sollen.

Den Nachlass kompetent regeln lassen

Der Fachanwalt für Erbrecht kommt weiterhin für die Nachlasspflege auf. Zwischen dem Ableben des Erblassers und der Testamentseröffnung darf niemand der Erben über den Nachlass verfügen. Dies ist nur möglich, wenn ein Erbvertrag besteht, der Erblasser dem Erben eine entsprechende Vollmacht erteilt hat oder ein Erbschein als Nachweis für die Handlungsberechtigung erbracht hat. Auch die Nachlasspflegschaft ist eine Aufgabe, die beispielsweise die Fachanwälte für Erbrecht Groll Gross und Steiner gern übernehmen.

Erbstreitigkeiten bei der Erbengemeinschaft und das Vererben von Schulden

Handelt es sich bei den Erben um eine Erbengemeinschaft, so ist der Handlungsspielraum der einzelnen Parteien deutlich kleiner als üblich. Über das Vermögen oder über Sachwerte darf nämlich nur dann verfügt oder bestimmt werden, wenn die gesamte Erbengemeinschaft damit einverstanden ist. Dadurch werden häufig Streitigkeiten hervorgerufen.

Sollte ein Erbe sein Erbe wegen Schulden oder aus einem andern Grund ausschlagen, dann betreut ihn der Fachanwalt natürlich auch in diesem Fall. Er hilft bei der Beantragung des Erbscheins und begleitet ihn auch zur Testamentseröffnung. Sowohl der Erblasser als auch der Erbe ist gut beraten, wenn er sich an einen Anwalt wendet, um eventuellen Streitigkeiten besser aus dem Weg gehen zu können, respektive diesen entgegenzuwirken.

Büro-Softwarelösungen für Privatanwender

Büro-Softwarelösungen für PrivatanwenderWährend es für Privatanwender oftmals noch reicht, kostenlose Büro-Softwarelösungen zu nutzen, sieht das bei Kleinunternehmern und Mittelständlern schon ganz anders aus. Auch Selbstständige, Freiberufler, Handwerker oder Existenzgründer benötigen früher oder später eine praktikable Bürosoftware. So lassen sich Geschäftsprozesse vereinfachen bzw. optimieren. Für den Privatanwender kommen solche Programme infrage, mit denen die Haushaltskosten immer im Blick sind. Auch das Tanken und die Stromkosten können mit dieser Lösung überwacht werden. Nicht zu vergessen natürlich die jährliche Einkommensteuererklärung, die mit Hilfe der passenden Software-Lösung einfach leichter zu bewältigen ist.

Professionelle Bürosoftware muss nicht teuer sein

Ob für Privatanwender oder Unternehmen, nicht alle Programme kosten Geld. Zur Bürosoftware gehören Bereiche wie Angebote kalkulieren, Rechnungen schreiben und Präsentationen erstellen. Gerade im privaten Bereich oder als Existenzgründer ist es meist nicht möglich, gleich alle Programme käuflich zu erwerben bzw. zu aktualisieren. Hier kann es anfangs weiterhelfen, sich nach Open-Source-Lösungen umzusehen. Allerdings haben diese Vor- und Nachteile. Lernen Sie zunächst das Leistungsspektrum dieser Lösungen kennen, um zu entscheiden, ob diese Möglichkeit für Sie nützlich ist. Softwarekosten fallen hier keine an. Meist können auch alle MS-Office-Formate verarbeitet werden, was besonders für die Windows-Nutzer wichtig ist. Auch für Linux und Mac gibt es in der Regel Versionen. Gibt es Probleme, hat die Open-Source-Lösung natürlich Nachteile. Da es keine Herstellerunterstützung gibt, müssen Sie sich bei Problemen selbst behelfen. Das kann unter Umständen einen hohen Zeitaufwand bedeuten. Hier muss jeder selbst entscheiden, ob diese Lösung für ihn infrage kommt oder ob es günstiger ist, gleich von Anfang an auf eine Bürosoftware zu setzen, die vom Hersteller supported wird.

Welche Software ist die richtige?

Auf betobia.com finden Sie auf diese Frage eine Antwort. Hier finden Sie die Bürosoftware, die zu Ihrer Branche und Ihrem Unternehmen passt und bekommen auch gleich einen kompetenten technischen Partner dazu, der Ihnen bei der Einrichtung hilft. Wer sich nicht tiefer mit der Materie auseinandersetzen möchte und professionelle Hilfe schätzt, findet hier seinen Ansprechpartner.

Nachlassregelung: habe ich an alles gedacht?

Nachlassregelung: habe ich an alles gedacht?Wohl kaum ein Mensch beschäftigt sich gerne mit dem eigenen Tod. Ist doch das Ableben etwas, an das man nicht gerne denkt. Doch in der Praxis ist es sinnvoll, sich um die Besitzverhältnisse nicht nur zu Lebzeiten zu kümmern. Was mit dem Nachlass und dem Vermögen nach dem Ableben geschieht, sollte doch geregelt werden. Denn das Erbrecht in Deutschland sieht vor, dass die gesetzliche Erbfolge in Kraft tritt, sobald der Erblasser verstirbt. Nicht immer ist dies jedoch im Sinne des Verstorbenen. Hat er allerdings keine Verfügungen getroffen, dann findet die gesetzliche Erbfolge Anwendung. Hier sind es die nächsten Angehörigen, die das Erbe antreten, evtl. der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder. Doch auch Verwandte, die man gerne ausschließen würde, können nun erben. Besser ist es deshalb die Nachlassregelung zu Lebzeiten selbst in die Hand zu nehmen.

Nachlass zu Lebzeiten regeln

Als künftiger Erblasser kann man seine eigenen Wünsche äußern. Diese sollte man allerdings auch schriftlich zu Papier bringen, damit sie auch rechtsgültig sind. Sinnvoll ist es daher, ein Testament zu verfassen oder einen Erbvertrag zu erstellen. So kann man die gewünschte Erbfolge festlegen und die gesetzliche Erbfolge tritt dann nicht in Kraft. Auch, wer sein Vermögen einem Tierheim oder einer Stiftung übereignen möchte, sollte das unbedingt vorher schriftlich festlegen. Testamente an die SOS-Kinderdörfer weitergeben, ist ebenfalls eine Möglichkeit, seinen Nachlass zu regeln. Auch Schenkungen zu Lebzeiten gehören durchaus zur Nachlassregelung. Gerade bei größeren Vermögen können die steuerlichen Vorteile hier voll ausgenutzt werden. Wer nicht genau weiß, wie er seinen Nachlass regeln soll und wie ein Testament aufgesetzt wird, kann sich dazu auch beraten lassen. Das empfiehlt sich ohnehin bei einer umfangreichen Erbschaft, da hier ein Notar hinzugezogen werden sollte. Praktisch ist es vorher, sich eine Liste über die vorhandenen Vermögenswerte und auch über die noch offenen Verpflichtungen zu machen. Am besten ist es wichtige Dokumente und Formulare in einem Ordner aufzubewahren und das Testament oder die Nachlassregelung dazu zu heften. Eine vertrauenswürdige Person sollte wissen, wo sich dieser Ordner befindet. Von Zeit zu Zeit sollte man die Unterlagen durchgehen und wenn nötig, neu ordnen. Denn auch die Vermögensangelegenheiten ändern sich gelegentlich.

Bankkonten richtig vererben durch die entsprechende Nachlassregelung

Bankkonten richtig vererben durch die entsprechende NachlassregelungVerstirbt ein Mensch, dann muss sein Nachlass entsprechend abgewickelt werden. Es gibt viele verschiedene Dinge, die ein Mensch einem anderen hinterlassen kann. Neben Geld und Sachwerten kann auch ein Bankkonto dazu zählen. Das Erbrecht ist jedoch immer eine komplizierte Angelegenheit. Hinterbliebenen wird daher empfohlen, sich einen Fachmann hinzuzuziehen. Ein geschulter Notar kennt sich mit den gesetzlichen Gegebenheiten aus und kann individuell und kompetent beratend zur Seite stehen.

Schwierig kann ein vererbtes Bankkonto jedoch dann werden, wenn im Testament nicht nur ein Erbe bedacht wird, sondern wenn es sich um eine Erbengemeinschaft handelt, die aus mehreren Erben gebildet wird und die als begünstigte eingetragen ist. Bei einer Erbengemeinschaft ist es so, dass nicht ein Erbe allein eine Entscheidung treffen darf. Alle Erben der Gemeinschaft müssen sich einig darüber sein, wie mit dem Erbe verfahren wird. Da ist auch das Bankkonto nicht ausgenommen. Soll beispielsweise eine Überweisung vom Konto des Verstorbenen getätigt werden, so müssen vorab alle Erben damit einverstanden sein. Sobald sich nur ein Erbe dagegen ausspricht, dass vom Bankkonto des Verstorbenen eine Geldsumme abgehoben wird, so kommt auch kein anderer Erbe an das Bankkonto heran. Im Falle des Falles wäre es also so, dass der Überweisungsbeleg von allen Erben der Gemeinschaft unterzeichnet werden muss. Dies jedoch ist sowohl für die Banken als auch für die Erbengemeinschaft ein kaum praktiziertes Prozedere.

Was der Verstorbenen zu Lebzeiten unternehmen kann

Da dieser bürokratische Aufwand im Falle einer größeren Erbengemeinschaft nicht zur realisieren ist, kann der Verstorbene bereits zu Lebzeiten Abhilfe schaffen. Er kann einer vertrauenswürdigen Person eine Kontovollmacht ausstellen. Und je nachdem, wie die Kontovollmacht ausgestellt wird, kann sie ihre Gültigkeit auch noch nach dem Ableben des Kontoinhabers behalten. Interessierte sollten sich dafür von einem Notar beraten lassen.

Es gibt allerdings auch noch eine Alternative zur Kontovollmacht, die von Vererbenden gerne und häufig in Anspruch genommen werden. Sucht der Erblasser einen Notar auf, dann kann gemeinsam mit diesem auch eine sogenannte Vorsorgevollmacht erstellt werden. Die Wirkung der Vorsorgevollmacht tritt ein, wenn der Ausstellende nicht mehr entscheidungsfähig ist. Dies kann sowohl beim Tod als auch bei einem schlimmen Unfall der Fall sein. Eine vom Betroffenen als vertrauenswürdig angegebene Person erhält dann die Möglichkeit, bestimmte Bankgeschäfte für diesen zu übernehmen. Die Möglichkeiten der Kontovollmacht und der Vorsorgevollmacht ersparen nicht nur der Erbengemeinschaft und den Geldinstituten einen enormen bürokratischen Aufwand. Gleichermaßen können nämlich auch Erbstreitigkeiten unter den einzelnen Erben dadurch vermieden werden. Dies dürfte im Interesse aller beteiligten Personen sein. Dennoch dürfen die Miterben Widerspruch einlegen, wenn sie nicht mit der Wahl der bevollmächtigten Person einverstanden sind.

Der Erbschein ist wichtig

Damit der Bank des verstorbenen Kontobesitzers der Überblick nicht verloren geht, muss ihr von der Erbengemeinschaft der Erbschein eingereicht werden. Auf diesem ist vermerkt, welche Erben zur Erbengemeinschaft gehören und als zukünftige Nutzer des Bankkontos infrage kommen. Der Erbschein kann beim zuständigen Nachlassgericht beantragt werden. Auch hier steht der Notar kompetent zur Seite und informiert über das Antragsverfahren. Erben können sich aber auch selbst über ihre Rechten und Pflichten informieren. Dies ist umfangreich im Internet möglich. Rechtsanwälte und Notare, die sich auf dem komplizierten Fachgebiet des Erbrechts auskennen, haben ihr Wissen übersichtlich online zur Verfügung gestellt und beantworten auf einigen Plattformen sogar persönliche Fragen der Betroffenen. Informieren kann sich ein Erbe, respektive ein Mitglied einer Erbengemeinschaft, unter anderem auf der Webseite http://www.kostenloses-konto.net/konten-richtig-vererben.html. Bei vielen Kontomodellen ist es heutzutage üblich, dass der hauptsächliche Kontoinhaber den Ehepartner oder eine andere Person als gleichberechtigten Mitinhaber einsetzen kann. Stirbt der eigentliche Kontoinhaber, so bleiben dem Mitinhaber seine Nutzungsrechte erhalten. Dieses Kontomodell wird in der Fachsprache als Oder-Konto bezeichnet. Nur wenn die anderen Mitglieder der Erbengemeinschaft Widerspruch gegen den Mitinhaber des Kontos einlegen, darf dieser nicht mehr ohne Weiteres Zahlungen vornehmen oder Geld abheben. Beim entgegengesetzten Und-Konto müssen übrigens alle Erben der Gemeinschaft mit allen Kontobewegungen vorab einverstanden sein.

Statt Schulden zu erben lieber die Erbschaft ausschlagen

Statt Schulden zu erben lieber die Erbschaft ausschlagenJemand, der aufgrund eines rechtskräftigen Testamentes einen Anteil an einer Erbschaft zugesprochen bekommt, ist danach nicht immer nur glücklich. Handelt es sich bei den Erben nämlich etwa um eine Erbengemeinschaft, so müssen nun sämtliche Schritte mit allen Mitgliedern gleichermaßen abgesprochen und alle Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. Auch als Alleinerbe verspricht die Erbschaft nicht immer nur Gutes. So kann es auch passieren, dass ein Verstorbener seinen Hinterbliebenen einen Nachlass, welcher sich aus Schulden zusammensetzt, hinterlässt. Hier kann es sich etwa um offene Rechnungen handeln, die seitens des Erblasers zu Lebzeiten nicht beglichen wurden. Auch ein Haus oder ein Grundstück kann der Grund für die Schulden sein.

Nach der Testamentseröffnung darf sich jeder Erbe überlegen, ob er die Erbschaft annehmen möchte oder nicht. Dies sollte im Einzelfall immer gut durchdacht sein. Vor allem, wenn der Nachlass Schulden aufweist, sollte genau abgewogen werden, ob die Erbschaft angetreten wird oder nicht. Die Schulden des Verstorbenen werden sonst schnell zu den Schulden des Erben. Und diese können den Erben nicht nur in finanzielle Schwierigkeiten bringen, sondern in manchen Fällen sogar ruinieren.

Sich fachliche Unterstützung holen

Jeder Erbe sollte sich im Zuge der Erbschaft professionell beraten lassen. Handelt es sich um vererbte Schulden, dann kann ein Fachanwalt weiterhelfen. Dieser kann seinem Mandanten entsprechende Ratschläge geben, ob die Begleichung der Schulden Aussicht auf Erfolg hat oder ob vom Erbantritt lieber abzusehen ist. Entscheidet sich der Erbe trotz einer umfassenden Beratung für den Antritt des Erbes, so kann es passieren, dass ein Inkassounternehmen, wie inkasso bfs die Schulden des Erblassers beim Erben eintreibt.

Generell raten Experten jedem Erben jedoch immer, ein Erbe lieber auszuschlagen, wenn Schulden damit verbunden sind. Auch relativ geringe Schulden können bei nicht fachgerechtem Handeln zu einer großen Schuldenfalle oder mitunter zu einer unüberwindbaren Herausforderung für den Betroffenen werden. Rechtlicher Beistand ist immer von Vorteil, um diese Frage zweifelsfrei klären zu können.

Grabengel als letzte Liebesgabe

Grabengel als letzte LiebesgabeEngel spielen in den meisten Kulturen eine große Rolle. Sie sind das Verbindungsglied zwischen Himmel und Erde und als Geisterwesen haben sie die Aufgabe der Boten übernommen. Engel beschützen uns, aber sie leisten uns auch wertvollen Beistand, wenn wir einsam sind, oder vielleicht eine schwierige Zeit durchmachen. So ist es auch kein Wunder, dass die Engel auf dem Friedhof sehr oft anzutreffen sind. Auch hier haben sie eine wichtige Funktion zu erfüllen. Grabengel als letzte Liebesgabe für die Verstorbenen zeigen die Verbundenheit, die wir auch nach dem Tod mit unseren Lieben haben. Grabengel haben aber noch eine andere wichtige Funktion. Sie sollen die Verstorbenen auf ihrem letzten Weg begleiten und schützend ihre Hand über sie halten. Sehr häufig wird ein Grab für ein stummes Gespräch mit unseren Verstorbenen genutzt. Die Engel, die meistens ein sehr freundliches Gesicht haben, sind damit nicht nur ein Übermittler unserer Gedanken und Gefühle, sondern auch ein direkter Ansprechpartner.

Engel als besonderer Grabschmuck

Engel sind für die meisten von uns etwas Besonderes. Wenn auch Sie der Meinung sind, dass ihr Verstorbener einen letzten Gruß in Form eines Engels bekommen soll, können Sie auf das Grab auch einen kleinen Engel platzieren. Manchmal beten die Engel, aber viel häufiger werden sie in einer ruhigen entspannten Pose dargestellt. Mit einer kleinen Engelfigur können Sie Ihrem Grab eine freundliche Atmosphäre verleihen. Vor allem auf Kindergräbern sind sie deshalb in der letzten Zeit wieder vermehrt anzutreffen. Der Engel ist auf einem Grab nicht nur einfach eine Dekoration, sondern er zeigt ihre tiefe Verbundenheit mit dem Verstorbenen auch nach außen hin. Der Engel kann Ihnen helfen, mit ihrer Trauer fertig zu werden, denn er ist der direkte Partner zwischen ihnen und dem Verstorbenen.

Beantragen Testamentsverwalter den Erbschein?

Beantragen Testamentsverwalter den Erbschein?Es gibt verschiedene Gründe für eine Testamentsverwaltung, beispielsweise wenn Erbstreitigkeiten verhindert werden sollen oder aber die Erben noch nicht volljährig sind. In den Aufgabenbereich von Testamentsverwaltern kann unter anderem auch die Beantragung eines Erbscheins fallen. Mit diesem Dokument kann nachgewiesen werden, wer Erbe eines Verstorbenen ist. Notwendig ist ein Erbschein unter anderem, wenn geerbte Grundstücke auf den neuen Eigentümer durch entsprechende Änderungen im Grundbuch übertragen werden. Mittlerweile werden viele Dienstleistungen oder sonstige Angebote zur Verfügung gestellt, die darauf abzielen, verschiedene Tätigkeiten für andere auszuführen beziehungsweise abzunehmen; dies beginnt bereits bei Vergleichs- oder Testseiten im Internet – die zum Beispiel Wettanbieter wie Sportingbet testen – und die gemachten Erfahrungen mit anderen teilen, jedoch geschieht das ohne vorherigen Auftrag der späteren Besucher der Seite. Anders ist die Lage dagegen bei einer Testamentsverwaltung – hier entscheidet der Erblasser, dass eine unabhängige Person zur Verwaltung des Testamtens eingesetzt wird, welche die dort vorgesehenen Anordnungen später ausführen soll.

Ausgestellt wird der Erbschein vom Nachlassgericht, dem örtlich zuständigen Amtsgericht (ausschlaggebend ist die letzte Wohnadresse des Verstorbenen) – dies geschieht jedoch nur, nachdem ein formloser Antrag auf die Erteilung des Dokuments gestellt wurde. Dieser Antrag kann vom Testamentsverwalter ausgehen, jedoch hat auch der Erbe selbst die Möglichkeit, die entsprechenden Unterlagen beim Nachlassgericht einzureichen. Im Erbschein wird vermerkt, dass eine Testamentsvollstreckung vorgesehen ist. Während deren Dauer kann der Erbe nicht wirksam über die ihm zustehenden Gegenstände verfügen. Um Verzögerungen bei der Ausstellung des Dokumentes, welches per Post versandt wird, zu verhindern, sollte beim Antrag darauf geachtet werden, dass sämtliche geforderte Unterlagen vollständig enthalten sind. Es ist nicht in allen Fällen ein Erbschein vonnöten. Sieht ein notarielles Testament zum Beispiel einen Alleinerben vor, so ist die Vorlage des entsprechenden Testaments etwa bei der Änderung des Grundbucheintrags ausreichend.